Kulturstudien der Caiçaras und indigene Identität. Tagungen der Akademie Brasil-Europa für Kultur-und Wissenschaftswissenschaft
Kulturstudien der Caiçaras und indigene Identität. Tagungen der Akademie Brasil-Europa für Kultur-und Wissenschaftswissenschaft
Akademie Brasil-Europa
für Kultur- und Wissenschaftswissenschaft
Organisation für Studien von Kulturprozessen
in internationalen Beziehungen
Institut für Studien der Musikkultur des portugiesischen Sprachraumes - ISMPS e.V.
Vorsitzender:
Prof. Dr. Antonio Alexandre Bispo
Berichte
Auswahl aus Tagungen, Kolloquien und Sitzungen
Kulturstudien der "Caiçaras" und indigene Identität
Kulturwissenschaftliches Forum "Litoral von São Paulo" II
Das Spannunsfeld Hinterland/Küstenregion war bereits bei der Tagung zu Fragen symbolischer Anthropologie 1998 thematisiert worden; Sitzungen wurden in Städten beider Regionen abgehalten, so auch in der Küstenstadt Ubatuba.
Bei der Besprechung dieser Ausstellung wurde die kulturhistorische Bedeutung der Region auf Grund ihrer natürlichen Gegebenheiten im Rahmen der Entdeckungsfahrten während der ersten Jahre des Kontaktes zwischen Europäern und indigenen Völkern hervorgehoben. Wenn auch heute Bertioga seine einstige Bedeutung nur andeutungsweise erkennen lässt, spielte es im Kontext der Erschließung der Südatlantik und in der Geschichte der Beziehungen zwischen Europa und den Menschen Amerikas eine herausragende Rolle. Die Region wurde Austragungsort der aus dem Kontakt der Europäer zu den Indios resultierenden Spannungen.
Die Allianzen zwischen indigenen Volksgruppen und den verfeindeten europäischen Mächten führten zur Übertragung von politisch-religiösen Konfliktsituationen Europas auf die südatlantische Küste, was die heutige Bedeutung der Region für eine Kulturgeschichte der Beziehungen zwischen Europa und der außereuropäischen Welt begründet.
Es handelt sich nicht mehr oder nicht nur um Fragen der Ethnologie, sondern um Entwicklungen, die die ganze Kultur und deren Erforschung betreffen. Die Volkskunde hatte sich seit der von der Brasilianischen Gesellschaft für Volkskunde organisierten Expedition zur Nordküste São Paulos in den sechziger Jahren vor allem Spielen, Tänzen, Musikinstrumenten und anderen Ausdrucksweisen traditioneller Volkskultur und des Lebens der "Caiçaras" gewidmet; sie müsste aber auch ihr Interesse auf die Indianer und deren Nachkommen richten. Ein Beispiel dieses Bemühens stellen Untersuchungen von Frau Prof. Dr. Kilza Setti dar.
Die Wandlungsprozesse, die hier ablaufen, verlangen ein Überdenken fachlicher Eingrenzungen und Bestimmungen. Notwendig ist eine Umorientierung der Aufmerksamkeit auf Prozesshaftes bei den Bemühungen um die Entwicklung einer transdisziplinären Kulturwissenschaft, wie sie die 1968 gegründte Organisation für Studien von Kulturprozessen in internationalen Beziehungen vertritt.
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